Neuland At High Noon

AT HIGH NOON ist ein Abend der klanglichen Extreme, der zeigt, wie sich Kammermusik durch die Einbindung seltener Instrumente und moderner Einflüsse ständig neu erfindet.

Der erste Teil spannt den Bogen von der Klassik zur Romantik. Im „Fandango-Quintett“ von Luigi Boccherini verschmilzt die Gitarre mit dem Streichquartett – und entfacht im Finale einen mitreißenden spanischen Tanz. Ausgewählte Lieder von Franz Schubert setzen dazu einen lyrischen Kontrapunkt: Nacht und Mond werden hier zu Klangbildern voller Innigkeit und romantischer Tiefe.


Nach der Pause öffnet sich der Horizont deutlich. Bohuslav Martin?s „La Revue de cuisine“ bringt mit Witz und Jazz-Anklängen das Paris der 1920er-Jahre auf die Bühne – eine spritzige Ballettsuite über zum Leben erwachende Küchenutensilien. Zwei zeitgenössische Positionen erweitern das Klangspektrum: Anna Thorvaldsdottir entfaltet in „Fields“ dichte, schwebende Klanglandschaften, während Libby Larsen in „At High Noon“ der Tuba – einem Instrument, das in der Kammermusik selten in Erscheinung tritt – eine überraschend erzählerische Rolle gibt. Zum Finale wächst die Besetzung nochmals: Hans Werner Henze verbindet in seinen „Neuen Volksliedern und Hirtengesängen“ Gesang mit Fagott, Gitarre und Streichtrio zu einer modernen Pastorale. Den energiegeladenen Schlusspunkt setzt Julia Wolfe mit „Reeling“ – wenn E-Gitarre, Schlagzeug und Tape auf Kammermusik treffen und einen kraftvollen, urbanen Sound entfesseln.


Ein Konzertabend voller Kontraste, ungewöhnlicher Klangfarben und stilistischer Vielfalt – lebendig, überraschend und mitreißend.

Tickets EUR 40 / 25 | erm. EUR 20 / 12,5

Samstag, 25.04.2026
20:00 Uhr
Eintrittspreis: 40,00 €

Location:

Orangerie
Bessunger Straße 44
64285 Darmstadt
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Veranstalter:

Kammermusikfest Darmstadt e.V.