Das Abschlusskonzert führt die zentralen Themen des Festivals – das Wechselspiel von „Licht und Schatten“ – zu einem atmosphärischen Finale zusammen. Die Werkauswahl reflektiert dabei sowohl die äußeren Lichtverhältnisse der Natur als auch die inneren Seelenlandschaften der Komponist*innen.
Das Konzert beginnt mit dem titelgebenden Klaviertrio „Light and Matter“ von Kaija Saariaho. Inspiriert durch den Blick aus ihrem Fenster auf den New Yorker Morningside Park, übersetzt Saariaho darin die sich wandelnden Lichtbrechungen und Farben in eine flirrende, energetische Musik. Ähnlich licht und heiter ist das Klarinettenquintett von Max Reger, der 1909 beim Kammermusikfest in Darmstadt mitwirkte. Es ist sein letztes vollendetes Werk und obwohl es an vielen Stellen an Mozart luftig-leichte Kammermusik erinnert, setzten sich nach Regers Tod Assoziationen an einen Herbstabend durch, „den die letzten Strahlen der sinkenden Sonne in ein leuchtendes Gold kleiden“.
Mit der „Plainte italienne“ aus Jean-Baptiste Lullys Ballett Psyché, einer eindringlichen und meisterhaften Imitation italienischer Klagegesänge des Barock, wird der Schattenraum der Trauer und der Nacht musikalisch durchschritten. Den glänzenden Festivalabschluss setzt Peter Tschaikowskis Streichsextett „Souvenir de Florence“, ein für seinen Urheber auffallend heiteren, lebensbejahenden Werk, geschrieben als Erinnerung an einen Erholungsurlaub in Florenz. Durch die Hinzunahme des Kontrabasses gewinnt das Sextett an orchestraler Fülle. Zwischen schwärmerischer Dramatik und volksliedhaften Klängen voller Wärme und Hoffnung endet NEULAND 2026 mit einem musikalischen Ausblick in das Licht.
Tickets EUR 40 / 25 | erm. EUR 20 / 12,5

