Über das unbehagen zu wohnen

ÜBER DAS UNBEHAGEN ZU WOHNEN • Eleonora L. Herder/andpartnersincrime

Lecture-Performance, MADE in Frankfurt

Darmstadt • THEATER MOLLER HAUS • Samstag 30.05. • 20:00

Eleonora L. Herder erforscht die verdrängten Echos ihrer Familiengeschichte. Ihr
Urgroßvater war hochrangiger Nationalsozialist, der andere musste als Jude ins Exil fliehen. Dass sich später ihre Nachkommen verliebten, markierte den Beginn einer tragischen Familienodyssee, geprägt von Schweigen und psychischen Erkrankungen – eine Reise, die über Como, Rom und Barcelona bis nach Santa Barbara in Kalifornien führte. Über zehn Jahre lang trug Herder über 200 Dokumente zusammen und konfrontierte sich mit dem, was unausgesprochen blieb. In einer intimen Salonatmosphäre mit Flügel, Diaprojektoren und Tee entfaltet sich eine alternative Perspektive auf deutsch-jüdische Identität. Das Publikum wird eingeladen, gemeinsam den offenen Bruchstellen der Erinnerung nachzuspüren.

»Über das Unbehagen zu wohnen stellt Fragen der Identität, die weit über den Kreis der Familie hinausgehen.« (FAZ)

Diesen Plot kann nur das Leben schreiben. Eine Geschichte über das Land, über Traumata, über Schweigen und Hartnäckigkeit. Eine Ermutigung zur Recherche: Augen auf und nachgefragt – immer noch.
– MADE.Jury

DAUER • ca. 90 Min.

Karten kosten im Vorverkauf, 17,10, erm. 13,30 Euro (inklusive Gebühren), an Abendkasse kostet der Eintritt 18, erm. 14 Euro, die Unterstützer:innenkarte kostet im Vorverkauf 21,85 Euro (inklusive Gebühren) und an der Abendkasse 23 Euro. Kartenreservierung: theatermollerhaus.de.

PERFORMANCE • Jonas Harksen, Liese Lyon und Lela Herder KLAVIER • Jonas Harksen TEXT UND REGIE • Eleonora Herder DRAMATURGIE UND RECHERCHE • Tim Schuster CREATIVE PRODUCER • ehrliche arbeit – freies Kulturbüro BÜHNE, KOSTÜM UND LICHTDESIGN • Marina Rengel Lucena SOUNDDESIGN UND MUSIKALISCHE BERATUNG • Jonas Harksen VIDEO • Ayla Pierrot PRODUKTIONSASSISTENZ • Martin Heise TEXT U.A. ENTSTANDEN ANHAND VON INTERVIEWS MIT • Beatrice Magnus, Dieter Schnebel, Balbine Marschall v. Bieberstein, Marina Vicaro, Petra Elten, Shirin Botas, Daniel Marschall v. Bieberstein, Stefanie Alexander und Isabelle Marschall v. Bieberstein

FÖRDERUNG UND UNTERSTÜTZUNG • Kulturamt der Stadt Frankfurt, Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur, Rudolf Augstein Stiftung sowie Fonds Darstellende Künste im Programm Produktionsförderung aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien

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[Foto © Miguel Hernandez]


Die Produktion ist Teil des MADE.Festivals 2026. MADE. bringt seit 2009 besonders sehenswerte Produktionen der Freien Darstellenden Künste Hessens landesweit in mehreren Städten auf die Bühne, immer auf Augenhöhe mit der Zeit. Jede MADE.Ausgabe setzt dabei ein inhaltlichen Schwerpunkt; für das 8. Festival lautet das Motto: WER mit WEM
8 ausgewählte Theater-Erlebnisse durchleuchten unsere Beziehungsgeflechte: WER hat unser Leben geprägt, WER inspiriert und gestaltet oder unterwandert unsere Gesellschaft, zu WEM (oder WAS) möchten oder sollten wir lieber auf Abstand gehen, auf WAS (oder WEN) uns näher einlassen? Finden wir es zusammen heraus!

Samstag, 30.05.2026
20:00 Uhr

Location:

Theater Moller Haus

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Tags

Bühne

Veranstalter:

laPROF e.V. Hessen